+++Wichtiger Hinweis: Der diesjährige Baumschneidekurs 1 (Theorie) findet am Samstag den 23. Februar 2019 um 13.00 Uhr, bei Fam Heinze Altenfurt, Habsburgerstr. 64 statt, alle Mitglieder sind dazu herzlich eingeladen, Gäste sind immer willkommen!+++

Die Streuobstwiese in den Fischbachauen

  Die Streuobstwiese ist ein vom Mensch geschaffener Raum, der die Bürger zur Rast und inneren Einkehr ruft.

 1993/1994 legte der Obst- und Gartenbauverein im Landschaftsschutzgebiet in den Fischbachauen im Stadtteil Fischbach (städt. Gelände) nahe des Fischbachs, eine Streuobstwiese an.

Der Gestaltungsvorschlag hierfür wurde vom Landratsamt Nürnberger Land gemacht. Demnach sollten auf der Grundstücksfläche von 6.000 qm ca. 60 Bäume und Sträucher gepflanzt werden.

Das Verwaltungsamt Ost, Herr Scheder, hatte mit Schreiben vom 19.07.1993 die Rahmenbedingungen für das Nutzungsrecht ohne zeitliche Begrenzung“ schriftlich bestätigt. Natürlich gibt es für beide Vertragspartner auch eine Kündigungsmöglichkeit. Nachdem die Rahmenbedingungen und der Finanzierungsplan vorlagen, machten sich die Männer um Karl Scheiderer sprichwörtlich an die Arbeit. Es galt, zuerst das Gelände zu begradigen und danach die Bäume und Sträucher zu pflanzen.

Die Herren Baumann, Wagner und Schmidt setzten sich stark für das Zustandekommen der Anlage ein. Es stand eine enorme Herausforderung bezüglich der Baumsetzung an.

Weil das Gelände der Gemeinde nach dem Krieg  - ab 1945- als Bauschuttablageplatz diente, musste manches Baumloch wegen des ungünstigen Untergrundes erweitert ausgehoben werden. Der Schreiber dieses Textes hat ebenfalls daran mitgewirkt und kann berichten, welch enormer Arbeitsaufwand hier Baumschneidennötig war.

Mit ‚Blick auf die neu zu erschaffene Streuobstwiese lief aber alles gut nach Plan ab. Am südlichen Rand der Obstwiese wurde ein Gedenkstein mit Inschrift gesetzt. Die Streuobstwiese ist ein vom Mensch geschaffener Raum, die die Bürger zur Rast und inneren Einkehr ruft. Bei langjähriger ungestörter Entwicklung dieser Anlage stellt sich die Tier- und Pflanzenwelt gut aufeinander ein. Zu allen Jahreszeiten gibt die Streuobstwiese eine Vielfalt von natürlichen Naturbildern frei. Besondere Freude macht die Ernte der Früchte im Herbst.

 Die Einweihung der Streuobstwiese fand am 19. März 1994 statt. Der 1. Vorstand, Karl Scheiderer, hat mit seiner Truppe das gesteckte Ziel erreicht und dafür das berechtigte Lob unter anderem auch von Renate Blank MdB, Bürgermeister Willi Prölß und vom damaligen Umweltreferenten der Stadt Nürnberg Dr. Frank Schmidt erhalten.

In seiner Festrede wies Karl Scheiderer besonders auf den vollen Einsatz von Günter Baumann, den Vater der Streuobstwiese, hin.

Nach über 10-jährigem Bestehen der Streuobstwiese ist zu erkennen, dass diese zu allen Jahreszeiten bestens gepflegt ist. Diese Pflege stellt einen nicht unerheblichen Zeitaufwand dar, der aber von den Mitgliedern der Vereins gerne getragen wird.

Da die Männer während ihrer Arbeit von der Damenwelt mit Speisen und Getränken ausreichend versorgt werden, herrscht immer eine gute Stimmung.

Dort wo man gern arbeitet, soll dementsprechend lustig gefeiert werden. Deshalb findet jährlich ein sehr beliebtes Fest statt, das Streuobstwiesenfest.

1995 wurde der Verein für die „neugeschaffene und vorbildliche Erhaltung“ der Streuobstwiese vom Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landschaftspflege geehrt. Günter Baumann konnte aus den Händen des Parlamentarischen Staatssekretärs Wolfgang Fröhe ein kunstvolles Bronzerelief und eine Staatsurkunde entgegennehmen.

Am 19. März 2013 wurde die Streuobstwiesenfest 20 Jahre alt.

                                                                                                                                 U. K.

 

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